Tipps für Reiseübelkeit bei Kindern

Reiseübelkeit bei Kindern – Das gilt es zu beachten

Reiseübelkeit bei Kindern kann ein echter Killer der Urlaubsstimmung sein. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich das Riskiko für Reiseübelkeit aber deutlich senken. Hilfreich ist es, nach draußen auf weiter entfernt liegende Dinge zu schauen. Wenn die Familie nicht mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollten Kinder, die zu Reiseübelkeit neigen, am besten dort sitzen, wo die Bewegungen am wenigsten zu spüren sind. Das ist im Bus am besten vorn, auf dem Schiff in der Mitte und nahe der Wasseroberfläche und im Flugzeug im Bereich der Tragflächen. Im Zug setzt man sich auch am besten in Fahrtrichtung in einen vorderen Waggon ans Fenster. Um Reiseübelkeit im Auto vorzubeugen, sollten Kinder während der Fahrt weder lesen noch einen Film schauen oder mit dem Smartphone spielen, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Medikamente gegen Übelkeit sollten Kinder nur in Ausnahmefällen bekommen.

Die richtige Ernährung

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor dem Beginn der Reise keine fetten Speisen oder Milch zu sich nimmt. Stattdessen sollte Ihr Nachwuchs leichte Kost wie trockenes Brot, Zwieback oder Obst essen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen – am besten in Form von Tees, stillem Wasser oder dünnen Saftschorlen.

Ruhe bewahren

Cool bleiben! Hat Ihr Kind in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit Reiseübelkeit gemacht, versuchen Sie ihm den Druck und die Angst vor der Fahrt zu nehmen. Wartet Ihr Kind die ganze Reise über nur förmlich darauf, dass es ihm schlecht wird, dann wird es umso schwerer die Tochter oder den Sohn abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen.

Aus dem Fenster schauen

Reiseübelkeit entsteht vor allem dann, wenn der Körper sich bewegt, das Auge das allerdings nicht einordnen kann. Lassen Sie deshalb Ihr Kind nach vorne aus dem Fenster schauen. Dadurch bekommt es mit, wenn beispielsweise eine Kurve kommt und kann die verursachte Bewegung besser verarbeiten. Aus diesem Grund sollte Ihr Kind auf der Fahrt auch nicht Bücher lesen oder etwas spielen, wobei der Blick nach unten gerichtet ist. Reiseübelkeit bei Kindern

Akustische Ablenkung

Sie können die Reiseübelkeit auch bekämpfen oder zumindest lindern, indem Sie versuchen die auslösenden Reize der Krankheit durch starke akustische Signale zu überlagern. Dazu eignen sich natürlich Musik und Hörspiele besonders gut. Spannende oder lustige Geschichten und die Lieblingssongs der Kleinen lassen für die Kids zudem die Zeit schneller verfliegen – ein positiver Nebeneffekt, den viele Eltern auf längeren Fahrten sicherlich zu schätzen wissen.

Ablenkung durch geeignete Spiele

Auch manche Spiele können von einer aufkommenden Übelkeit erfolgreich ablenken. Besonders gut geeignet sind Suchspiele, bei denen zum Beispiel bestimmte Autos im Verkehr oder auch Autokennzeichen erkannt werden müssen. Durch solche Spiele wird der Blick Ihres Kindes automatisch nach draußen gelenkt. Unpassend sind hingegen Konsolenspiele, bei denen das Kind nach unten schauen muss. Reiseübelkeit bei Kindern

Frische Luft

Wichtig: Sorgen Sie für viel frische Luft! Das heißt, lüften Sie regelmäßig das Auto gut durch, rauchen Sie auf keinen Fall während der Fahrt und machen Sie auch unbedingt regelmäßige Pausen. Alle zwei bis drei Stunden sollte es zumindest zu einer kurzen Rast kommen.

Akupressur kann helfen

Ist Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn bei der Fahrt schlecht geworden, können Sie mit Akupressur helfen. Bei Reiseübelkeit ist speziell ein Punkt in der Nähe des Handgelenks wirksam. Dieser liegt an der Innenseite des Unterarms zwei Daumenbreiten über der Handgelenksbeugefalte zwischen den beiden Beugesehnen. Die Sehnen treten recht deutlich hervor, wenn Ihr Kind bei leicht gebeugtem Handgelenk die Fingerkuppen von Daumen und kleinem Finger aneinander presst. Die Akupressur, die von Ihnen an beiden Unterarmen durchgeführt werden sollte, erfolgt dann schließlich durch leichtes kreisförmiges Drücken gegen den Uhrzeigersinn für etwa eine Minute.

Die richtigen Medikamente

Sollten alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen, kann es auch sinnvoll sein auf Medikamente zurückzugreifen. Die meisten frei verkäuflichen Arzneien gehören zur Klasse der Antihistaminika. Diese Medikamente enthalten den Wirkstoff Dimenhydrinat und blockieren außerdem die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin. In Kaugummiform wirken die Mittel bereits nach einer halben Stunde und zwar etwa für vier Stunden. Eine Nebenwirkung ist, dass die Medikamente auch gleichzeitig müde machen, Reisetabletten etwas mehr, Kaugummis etwas weniger. Für Kleinkinder und Babys gibt es im übrigen auch spezielle Kinder-Zäpfchen.

Und wenn gar nichts geholfen hat?

Sie haben alles probiert und Ihrem Kind wurde trotzdem schlecht? Für diesen unangenehmen Fall sollten Sie ebenfalls gut ausgerüstet sein und Spuckbeutel, Papiertaschentücher und Wasser griffbereit haben. Reiseübelkeit bei Kindern